Vereinigte Druckereibetriebe

Laupp & Göbel

Mehr als nur eine Druckerei – der Film.

Vereinigte Druckereibetriebe Laupp & Göbel GmbH

Die Spezialitäten von Laupp & Göbel sind nach wie vor Satzerstellung, Druck und Bindung von Büchern, insbesondere von wissenschaftlichen Publikationen mit einer Auflagenhöhe von 1 bis 15.000 Exemplaren, darüber hinaus mit langjährigen Partnern auch bis zu einer Auflage von 500.000 Exemplaren.


Die Buchproduktion wird von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern komplett im Haus durchgeführt. Ein Großteil der Fachkräfte, die bei uns beschäftigt sind, haben ihre Ausbildung bei Laupp & Göbel absolviert. Auch der heutige Geschäftsführer Stefan Burkert begann 1990 seine Lehre in dem Betrieb und schloss 1998 mit dem Industriemeister Druck, Fachrichtung Satzherstellung ab.


Sieben Mitarbeiter bei Laupp & Göbel bearbeiten Ihre Aufträge in Satzherstellung und Druckvorstufe.


Die Unternehmensgeschichte

Die Druckerei Laupp & Göbel ist ein mittelständischer Betrieb mit momentan 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der im Industriegebiet in Gomaringen (bei Tübingen) ansässig ist. Die Firma besteht seit über 178 Jahren und war in diesen nunmehr gut anderthalb Jahrhunderten – wie viele andere Betriebe in diesem Gewerbe auch – einem stetigen technischen, personellen und strukturellen Wandel unterworfen. In der heutigen Form existiert die Druckerei seit dem Konkurs und dem Neubeginn Anfang des Jahres 1988. Die damit verbundenen Umstrukturierungen und der Wechsel in der Geschäftsführung hatten seinerzeit keine erheblichen Einflüsse auf die Zusammenarbeit und Kooperation mit langjährigen Kunden, Firmen und Verlagen. Eher das Gegenteil war der Fall: Neue Geschäftskontakte – vorwiegend im Tübinger und Stuttgarter Raum – konnten geknüpft und intensiviert werden.


1848

Die Buchdruckerei H. Laupp jr. wurde von Heinrich Laupp (* 1824) im Jahre 1848 in Tübingen gegründet. Sein Vater war Gründer und Inhaber der H. Laupp’schen Buchhandlung. Nach seiner beruflichen Ausbildung unternahm er eine ausgedehnte Wanderschaft durch viele deutsche und auch ausländische Städte. Im Jahre 1848 meldete er sich in Berlin ab und kam mit gründlichem Wissen und Können wieder nach Tübingen zurück, um hier im gleichen Jahr eine Druckerei zu gründen. Zuerst brachte er diese im Cotta’schen Hause in der Nähe der Stiftskirche unter. 1855 erweiterte er den Betrieb und bekam neue Räume im Museum in der Grabenstraße. Im Jahre 1863 entschloss er sich, in der Grabenstraße 33 ein Gebäude für die Druckerei und eine Wohnung zu errichten – das Haus befand sich in der Nähe des Kelternturms, existiert heute aber nicht mehr. Der Betrieb wurde ausschließlich auf Werkdruck eingerichtet. Die Aufträge dafür bekam er überwiegend durch die Buchhandlung seines Vaters und durch die Universität. Heinrich Laupp blieb unverheiratet und als er sich im Jahre 1885 zur Ruhe setzte, übertrug er die Druckerei seinem Neffen gleichen Namens.


1906

Heinrich Laupp jr. verstand es, die Auftragslage ständig zu verbessern, was zur Folge hatte, dass die Räumlichkeiten in der Grabenstraße rasch wieder zu eng wurden. Er entschloss sich deshalb zu einem Neubau in der Herrenberger Straße 1–5. Im Jahre 1906 wurde der Bau dann bezogen und damit auch gleichzeitig, was für die Druckerei sehr wichtig war, der Setzmaschinenbetrieb aufgenommen. Für den Werkdruck bot sich zu dieser Zeit das Modell »Monotype« bestens an. 1911 schied Heinrich Laupp aus der Geschäftsleitung aus und übertrug seinem Sohn Rudolf die Leitung. Die Kriegsjahre 1914–1918 waren für den Betrieb sehr schwierig. Bereits im Jahre 1930 war die Belegschaft aber schon wieder auf 130 Mitarbeiter angewachsen.


Durch den Zweiten Weltkrieg gab es wiederum einen Rückschlag für die Firma, da ein Großteil des Bleimetalls für Kriegszwecke beschlagnahmt und abgefahren wurde.


1978

Die Tochter des Inhabers, Hilde Laupp, wurde 1947 von ihrem Vater als Teilhaberin in den Betrieb aufgenommen. Nach dessen Tod führte sie den Betrieb, der zeitweise wieder bis zu 100 Angestellten Arbeit bot, zusammen mit ihrem Mann Hans Sparre-Laupp bis zur Insolvenz 1987. Bereits neun Jahre zuvor, also 1978, hatte die Druckerei Laupp mit der Druckerei Göbel, einem ebenfalls in Tübingen ansässigen Betrieb, fusioniert.


Ab diesem Zeitpunkt galt der offizielle Firmenname »Vereinigte Druckereibetriebe Laupp & Göbel GmbH«, der noch bis heute seine Gültigkeit besitzt. Da in den folgenden Jahren die Zahl der Angestellten stetig zurückging, entschloss sich die Geschäftsführung, die Betriebsräumlichkeiten aus der Tübinger Innenstadt nach Kilchberg, einen kleinen Vorort Tübingens, zu verlegen. Dort wurde dann produziert, bis die Geschäftsleitung im Jahre 1987 Insolvenz beantragen musste. Der Konkurs der Firma war vor allem darauf zurückzuführen, dass der Umstieg von Blei- auf Fotosatz und Offsetdruck zu schleppend ging und dadurch die technischen Neuerungen, die seinerzeit zu einem qualitativ besseren Produkt und einer wesentlichen Zeit- und damit Kostenersparnis geführt hätten, nicht schnell und konsequent genug umgesetzt werden konnten – im Insolvenzjahr 1987 waren von 35 Mitarbeitern, die zu diesem Zeitpunkt bei Laupp & Göbel angestellt waren, immer noch über die Hälfte im Bleisatz tätig.


1988

Nach dem Konkurs wurde der Betrieb im Januar 1988 durch die Teilhaber Wolfgang Hildinger (Geschäftsführer), Horst Lempp und Heinz Kuttler unter identischem Firmennamen weitergeführt. Auch die meisten Mitarbeiter, die bis dato schon im Fotosatz gearbeitet hatten, wurden übernommen und für die Produktion ein Teil der Konkursmasse aufgekauft. Im Zuge dieser strukturellen und personellen Umstrukturierungen wurde ein neues Firmengebäude in der Talstraße 14 in Nehren, einer 4000-Einwohner-Gemeinde etwa 10 km südlich von Tübingen, bezogen. Während dieser Veränderungen waren zehn festangestellte Mitarbeiter/innen und dazu noch etwa zehn Heimarbeiter/innen, die vorwiegend für Texterfassung und Hauskorrektur zuständig waren, bei Laupp & Göbel beschäftigt. Die Produktion lief ab diesem Zeitpunkt ausschließlich im Fotosatz, bis dann einige Jahre später auch bei Laupp & Göbel das digitale Zeitalter Einzug halten sollte.


1998

Mit Horst Lempp ging 1994 der erste der drei Teilhaber in den Ruhestand. Er zog sich aus dem aktiven Geschäftsleben zurück, behielt aber – als stiller Teilhaber – noch weitere vier Jahre seine Anteile. 1998 wurden diese dann an Stefan Burkert und Heinz Kuttler, der dadurch zum Mitgeschäftsführer wurde, verkauft. Nachdem sich im Jahr 2000 auch Wolfgang Hildinger zur Ruhe setzte, übernahm Heinz Kuttler für einige Jahre die alleinige Geschäftsleitung, ehe Stefan Burkert 2003 zum Mitgeschäftsführer bestellt wurde.


2009

Seit 2009 ist Stefan Burkert alleiniger Geschäftsführer und Hauptgesellschafter der Firma. Im Jahre 2010 wurde die Ära des Fotosatzes mit der Anschaffung einer CTP-Anlage beendet. Damit wurde der Grundstein für den Übergang in das vollständig digitale Zeitalter in der Druckvorstufe gelegt. 2013 feierten wir 25 Jahre in Nehren und 165 Jahre Firmengeschichte.


2015

Eine grundlegende Änderung stand an: der Firmen-Umzug nach Gomaringen. Am 15. September 2015 konnten wir, nach dreimonatiger Umbauphase, unsere neuen Räumlichkeiten in Gomaringen, etwa 10 km südlich von Tübingen gelegen, beziehen. In der Robert-Bosch-Straße 42 wurde das ehemalige Gebäude der Schreinerei Pflug zur Druckerei und zum Dienstleistungsunternehmen umgebaut. In diesem Veränderungs-Prozess wurde eine 5-Farben-Druckmaschine Heidelberg Speedmaster 102 P3, eine Xerox Digitaldruckmaschine und ein Epson Large-Format-Printer installiert. Anfang 2016 kam eine komplett neue Workflow-Software Heidelberg Prinect und Signastation dazu. Mit diesen grundlegenden Veränderungen waren wir nun bestens gerüstet und konnten unseren Kunden Fullservice-Lösungen aus einer Hand für Druck und Werbung bieten.


2017

Seit 2017 gehört die Druckerei Campus Druck aus dem Tübinger Sudhaus zu den Vereinigten Druckereibetrieben Laupp & Göbel. Der ehemalige Geschäftsführer von Campus Druck, Jens Herrmann, beendete seine Selbstständigkeit und nahm seine Arbeit als leitender Mitarbeiter bei uns auf. Er unterstützte das Team von Laupp & Göbel tatkräftig als Offset- und Digitaldrucker sowie in der Sachbearbeitung und stand allen Kunden als kompetenter Berater zur Verfügung. Zudem wurde unser Maschinenpark durch Teile von Campus Druck ergänzt, wodurch sich höhere Produktionskapazitäten ergaben.


Yvonne Burkert übernimmt nach 15 Jahren als Offsetdruckerin die Buchhaltung für das Unternehmen. Sie steht weiterhin für technische Fragen im Druck und der Bindung zur Verfügung.


2018

Auf einem Großteil der Firmen-Dachfläche wurden – im Zuge der selbstauferlegten Nachhaltigkeitsverpflichtung – Solarpanelen installiert. Der dadurch gewonnene Strom wird maßgeblich dem eigenen Produktions-Prozess zugeführt. Die Anlage wurde in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Tübingen realisiert.


Udo Hönninger, Der Druckoptimierer erweitert als Außendienstmitarbeiter unser Team und bringt neue Impulse ins Unternehmen. Wir betreuen nun zusammen seinen langjähringen Kundenkreis. Leider konnte die Beschäftigung in der Corona-Zeit nicht fortgeführt werden. Nach wir vor stehen wir mit Udo engem Kontakt.


2022

Durch die Sanierung und Dämmung des Papierlagers entstand ein beheizbarer Raum, der nun ganzjährig großflächigen Fahrzeug- und Werbe-Beschriftungen Platz bietet, was uns unabhängig von äußeren Witterungseinflüssen macht. Die Dämmung ist nicht zuletzt einer Gründachfläche (15 x 6 m) zu verdanken, die auf der Dachschräge darüber angelegt wurde und die Räumlichkeiten darunter auf natürliche Weise klimatisiert. In diesem Zuge wurde eine weitere PV-Anlage mit 30 KwP auf dem Nord-West-Dach installiert. So steht nun den ganzen Tag Strom, aus »eigener« Produktion zur Verfügung. Die Installation erfolgte größtenteils in Eigenleistung! Somit sind wir, als Vereinigte Druckereibetriebe Laupp & Göbel bestens für eine umweltbewusstere Zukunft gerüstet.


2024

Mit der Anschaffung einer neuen CTP-Anlage wurden auch in der Produktion die Zukunfts-Weichen gestellt. Daraus ergaben sich – durch die höhere Durchlaufgeschwindigkeit der Druckplatten – wesentlich größere Druckkapazitäten.


Auch im Digitaldruck konnten durch die Anschaffung mehrerer Geräte Produktionsmöglichkeiten und -angebote vergrößert, verbessert und erweitert werden.


Durch die Betriebsschließung von Gulde-Druck in Tübingen konnten wir einige qualifizierte Mitarbeiterinnen hinzugewinnen, die nun unser Team tatkräftig und mit viel Know-How unterstützen. Auch unser Kundenstamm konnte dadurch nochmals erweitert werden.


Als Betriebselektriker sowie Fuhrpark-, Lager und Logistikleiter wird der Sohn Jakob Burkert ins Unternehmen integriert. Damit ist der Familienbetrieb komplett.


2025

Der Digitaldruck wird nochmals erweitert, es stehen nun drei weitere Xerox-Digitaldruckmaschinen für die Produktion der verschiedensten Aufträge zur Verfügung.

Kai Wagner unser langjähriger Mitarbeiter und Betriebsleiter schließt seine Weiterbildung zum Certified Business Manager (DAM) erfolgreich ab.


2026

Die Tochter Xenia Burkert, die seit 2021 im Unternehmen als Assistenz der Geschäftsführung beschäftigt ist, schließt die Weiterbildung zur gepr. Wirtschaftsfachwirtin (IHK) mit Erfolg ab. Damit sind die Weichen für die Zukunft des Unternehmes gestellt.


Über 175 Jahre Tradition in Satz, Druck und Weiterverarbeitung.


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